Lebenslauf auf Englisch: So wird aus Ihrem Lebenslauf ein CV
Ein Lebenslauf auf Englisch ist mehr als eine Übersetzung. Ein CV für Großbritannien oder ein Résumé für die USA verzichtet auf Foto und persönliche Daten, zeigt Ergebnisse statt Aufgaben und erklärt deutsche Abschlüsse so, dass Personaler im Ausland sie einordnen können. Dieser Ratgeber zeigt an einem Beispiel, was sich ändert, und bietet eine Vorlage zum Ausfüllen.
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CV oder Résumé: wie der Lebenslauf auf Englisch heißt
Welcher englische Begriff passt, hängt vom Land ab, in dem Sie sich bewerben. In Großbritannien, Irland und im übrigen Europa heißt der Lebenslauf CV, kurz für curriculum vitae. In den USA und Kanada heißt er résumé, meist ohne Akzente geschrieben: resume. Wer in den USA von einem CV spricht, meint den ausführlichen akademischen Lebenslauf mit Publikationen, Vorträgen und Lehre, den Hochschulen und Forschungseinrichtungen verlangen.
Richten Sie sich nach dem Zielland und nach dem Wortlaut der Stellenanzeige:
Zielmarkt
Begriff
Übliche Länge
Schreibweise
Großbritannien, Irland
CV
bis zu zwei Seiten
britisch: organise, colour, programme
USA
résumé (resume)
eine Seite, bei langer Berufserfahrung zwei
amerikanisch: organize, color, program
Englischsprachige Stelle in Deutschland oder der EU
CV
ein bis zwei Seiten
britisch oder amerikanisch, aber durchgehend gleich
Entscheiden Sie sich für eine Variante und bleiben Sie dabei, auch im Anschreiben. Ein CV, der „organise“ und „color“ mischt, fällt Muttersprachlern sofort auf.
Was im englischen Lebenslauf anders ist
Die meisten Unterschiede folgen aus einem Grundsatz: Ein englischer CV zeigt, was Sie können, nicht wer Sie sind. Benachteiligung wegen Alter, Herkunft, Religion oder Geschlecht ist in Deutschland durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ebenso verboten wie in den USA und in Großbritannien. Arbeitgeber dort ziehen daraus aber eine strengere Konsequenz: Sie wollen solche Angaben gar nicht erst sehen, damit ihnen niemand eine Benachteiligung unterstellen kann.
Kein Foto. Was in Deutschland noch verbreitet ist, wirkt in den USA und in Großbritannien unprofessionell.
Keine persönlichen Daten. Geburtsdatum und Geburtsort, Familienstand, Kinder, Religion und Staatsangehörigkeit fallen weg. Wenn es für die Stelle zählt, schreiben Sie stattdessen eine Zeile zur Arbeitserlaubnis, etwa „EU citizen, eligible to work in Ireland“.
Knappe Kontaktdaten. Name, Stadt und Land, Telefonnummer mit Ländervorwahl und ohne die Null der Ortsvorwahl (+49 89 …), E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Ihr LinkedIn-Profil. Die Straße brauchen Sie nicht.
Ein Profil am Anfang. Viele deutsche Lebensläufe kommen ohne aus, ein englischer CV beginnt fast immer damit: Zwei bis vier Sätze unter dem Namen fassen zusammen, was Sie beruflich machen und worin Sie besonders stark sind. In Großbritannien heißt der Abschnitt meist Profile oder Personal Profile, in den USA Summary.
Ergebnisse statt Aufgaben. Deutsche Lebensläufe zählen oft Zuständigkeiten im Nominalstil auf: „Verhandlung von Rahmenverträgen“. Im Englischen beginnt jeder Punkt mit einem Verb und nennt, wo es geht, ein Ergebnis mit Zahl.
Neueste Station zuerst, aber nicht bis zur Schulzeit zurück. Die umgekehrt chronologische Reihenfolge kennen Sie aus dem modernen deutschen Lebenslauf. Eine Tabelle, die lückenlos bis zur Schule zurückreicht, erwartet dagegen niemand: Was für die Stelle nichts aussagt, wird kürzer oder fällt weg, vor allem in einem einseitigen Résumé. Längere Lücken der letzten Jahre erklären Sie dagegen in einer Zeile, vor allem in Großbritannien.
Keine Unterschrift, kein Ort und Datum. Der CV endet mit dem letzten Abschnitt.
Keine Arbeitszeugnisse. Zeugnisse sind eine Eigenheit des deutschsprachigen Raums. Englischsprachige Arbeitgeber fragen stattdessen bei Referenzgebern nach, oft erst gegen Ende des Verfahrens. Den Satz „References available upon request“ können Sie sich sparen, das setzt ohnehin jeder voraus.
Hobbys nur mit Bezug. In den USA fallen sie meist weg. In Großbritannien ist eine kurze Zeile Interests üblich, wenn sie etwas über Sie aussagt.
Beispiel: vom deutschen Lebenslauf zum englischen CV
Miriam Keller ist erfunden, ihr Werdegang ist typisch: Ausbildung zur Industriekauffrau, Bachelor in Betriebswirtschaft, acht Jahre im Einkauf. Sie bewirbt sich bei einem Konzern, der die Stelle auf Englisch ausgeschrieben hat. So sah ihr deutscher Lebenslauf aus; Foto, Geburtsdatum, Familienstand sowie Ort, Datum und Unterschrift, die in vielen deutschen Lebensläufen noch stehen, haben wir der Übersichtlichkeit halber schon weggelassen:
Und so sieht der englische CV aus, den sie daraus gemacht hat:
Miriam Keller
Strategic Buyer
miriam.keller@example.com+49 89 99998123Munich, GermanyGerman (native), English (fluent, C1), French (basic, A2)
Strategic buyer with eight years in purchasing for machinery manufacturers. Negotiates framework agreements with suppliers across Europe and keeps production supplied.
Experience
Strategic Buyer
Voralpen Antriebstechnik GmbH
2022 - Present
Renegotiated framework agreements with 14 suppliers, cutting material costs by 6%
Introduced a quarterly supplier scorecard for quality, delivery and price
Qualified second-source suppliers in Czechia and Poland after a key supplier failed
Skills: SAP S/4HANA (MM), Contract negotiation, Supplier management
Operational Buyer
Wertach Fördertechnik GmbH & Co. KG
2018 - 2021
Ordered around 300 C-parts and agreed delivery dates with production planning
Ran requests for quotation and bid comparisons for new parts
Moved small-parts ordering to kanban, which cut rush orders for fasteners
Thesis: Supply risk in mid-sized machinery manufacturing (grade 1.3)
Beispiel-Lebenslauf · Vorlage Default
Was sich geändert hat:
Persönliche Angaben bleiben draußen. Foto, Geburtsdatum, Familienstand und Unterschrift, die wir oben schon weggelassen haben, kommen auch in den englischen CV nicht zurück.
Profil ergänzt. Der deutsche Lebenslauf hatte keins, der CV beginnt mit zwei Sätzen, die Erfahrung und Schwerpunkt nennen.
Jobtitel nach Entsprechung übersetzt. Aus der „Strategischen Einkäuferin“ wurde „Strategic Buyer“, aus der „Sachbearbeiterin Einkauf“ ein „Operational Buyer“. Unter diesen Titeln schreiben englischsprachige Anzeigen dieselbe Arbeit üblicherweise aus.
Aufgaben in Ergebnisse umgeschrieben. „Verhandlung von Rahmenverträgen“ wurde zu einem Satz mit Verb, Umfang und Ergebnis. Die Zahlen standen nicht im deutschen Lebenslauf; Miriam hat sie aus ihren Unterlagen ergänzt. Eine Übersetzung allein hätte sie nicht geliefert.
Ausbildung erklärt. Die Ausbildung steht mit englischem Titel, dem deutschen Begriff in Klammern und einem Satz zum dualen System. Den Titel „Industrial Management Assistant“ hat Miriam aus der aktuellen englischen Zeugniserläuterung des BIBB übernommen. Ältere Fassungen übersetzen den Beruf noch mit „Industrial Clerk“, und das klingt nach einfacher Bürotätigkeit.
Abitur gestrichen. Mit Studienabschluss spielt die Schule im englischen CV keine Rolle mehr.
Noten mit Skala. Eine „1.8“ allein sagt britischen Lesern nichts und sieht für amerikanische nach einer schwachen Note aus. Mit der Skala ist klar, dass es eine gute Note ist. Beachten Sie auch den Punkt statt des Kommas.
Kontaktdaten, Orte und Sprachen angepasst. Die Telefonnummer steht mit Ländervorwahl, München heißt auf Englisch Munich, dazu kommt das Land. Aus „verhandlungssicher“ wurde „fluent“, aus „Grundkenntnisse“ „basic“; die Stufen C1 und A2 bleiben. Firmennamen bleiben samt Rechtsform wie „GmbH & Co. KG“ unverändert.
Das Ergebnis passt auf eine Seite und taugt damit als britischer CV ebenso wie als amerikanisches Résumé.
Jobtitel, Abschlüsse und Noten auf Englisch
Jobtitel: Entsprechung statt Wörterbuch
Ein Jobtitel soll einer Personalerin im Ausland sagen, was Sie gemacht haben und auf welcher Ebene. Wörtliche Übersetzungen leisten das selten. Hat Ihr Arbeitgeber einen offiziellen englischen Titel, etwa in der E-Mail-Signatur oder im Arbeitsvertrag, nehmen Sie diesen. Sonst suchen Sie in englischsprachigen Stellenanzeigen nach der Stelle, die Ihrer Arbeit entspricht, und übernehmen deren Titel.
Deutsch
Englisch
Hinweis
Sachbearbeiter/in
Specialist, Coordinator oder Administrator mit Fachgebiet, z. B. Purchasing Specialist oder Operational Buyer
„Clerk“ klingt nach einfacher Bürotätigkeit
Referent/in
Specialist, Manager oder Advisor
„referent“ bedeutet im Englischen etwas anderes
Teamleiter/in
Team Lead (USA), Team Leader (UK)
Abteilungsleiter/in
Head of … oder Department Manager
Geschäftsführer/in
Managing Director (UK), CEO oder President (USA)
je nach Größe des Unternehmens
Prokurist/in
Authorised Signatory (Prokura)
deutschen Begriff in Klammern ergänzen
Werkstudent/in
Part-time Student Assistant
„Working Student“ ist vor allem in Deutschland gebräuchlich
Praktikant/in
Intern
Auszubildende/r
Apprentice mit Berufsbezeichnung
dazu ein Satz zum dualen System
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in
Research Associate
während der Promotion auch Doctoral Researcher
Ausbildung, Meister und Fachwirt
Das duale System mit Betrieb und Berufsschule gibt es in Großbritannien und den USA so nicht. Schreiben Sie deshalb den englischen Berufstitel, den deutschen Begriff in Klammern und einen kurzen Satz dazu, wie im Beispiel: „Three-year dual apprenticeship combining on-the-job training with vocational school, examined by the Chamber of Commerce and Industry (IHK)“.
Offizielle Beschreibung nutzen. Für anerkannte Ausbildungsberufe stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) englische Zeugniserläuterungen bereit, die Europass Certificate Supplements. Daraus können Sie Berufsbezeichnung und Inhalte übernehmen.
Niveau angeben. Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) hat dieselben acht Stufen wie der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR, englisch EQF). Eine drei- oder dreieinhalbjährige duale Ausbildung liegt auf Stufe 4, Meister und Fachwirt auf Stufe 6, gleichauf mit dem Bachelor. Ein Zusatz wie „EQF level 6“ wird vor allem von europäischen Arbeitgebern verstanden.
Meistertitel mit Gewerk. Aus dem Elektrotechnikermeister wird „Master Electrician (Elektrotechnikermeister)“; den deutschen Titel behalten Sie in Klammern.
Bachelor Professional übernehmen. Steht auf Ihrem Zeugnis zusätzlich „Bachelor Professional“ (seit 2020 möglich), übernehmen Sie es: „Master Electrician (Elektrotechnikermeister), Bachelor Professional, EQF level 6“.
Schul- und Hochschulabschlüsse
Abitur: „Abitur (general higher education entrance qualification)“. Mit Studienabschluss lassen Sie es meist weg.
Fachhochschulreife: „Fachhochschulreife (entrance qualification for universities of applied sciences)“.
Mittlere Reife: „intermediate school-leaving certificate (after year 10)“.
Fachhochschule: „University of Applied Sciences“, so übersetzen die meisten dieser Hochschulen ihren Namen selbst. Vermeiden Sie „college“; damit sind in Großbritannien oft Schulen unterhalb der Hochschulebene gemeint.
Bachelor und Master: Der Grad bleibt, das Fach wird übersetzt: „B.A. in Business Administration“, „M.Sc. in Mechanical Engineering“. Die offizielle englische Bezeichnung finden Sie im Diploma Supplement, das deutsche Hochschulen in der Regel mit dem Abschlusszeugnis ausstellen.
Diplom: Der DQR stuft das Universitätsdiplom auf Master-Niveau ein (Stufe 7), das Diplom (FH) auf Bachelor-Niveau (Stufe 6). Schreiben Sie den Grad aus und ergänzen Sie die Einordnung: „Diplom-Ingenieur (Dipl.-Ing.), master's level“. Das englische „diploma“ allein klingt nach einem kürzeren Abschluss.
Staatsexamen: „State Examination (Staatsexamen)“ mit Fach, etwa „First State Examination in Law“.
Promotion: „Doctorate“ oder „PhD“. Eine „promotion“ ist im Englischen eine Beförderung.
Noten: Skala nennen, nicht umrechnen
In Deutschland ist 1,0 die beste Note, im amerikanischen Notendurchschnitt (GPA) ist es 4,0. Eine nackte „1.8“ liest ein amerikanischer Recruiter deshalb als schwache Leistung. Nennen Sie Noten immer mit Skala: „Final grade: 1.8 (German scale: 1.0 = best, 4.0 = lowest pass)“. IHK-Prüfungen geben Sie mit Punkten an: „88/100 points (grade: good)“.
Rechnen Sie nicht selbst in einen GPA oder eine britische Abschlussnote wie „2:1“ (degree classification) um. Dafür gibt es keine allgemein gültige Formel, und eine falsche Umrechnung schadet mehr als eine erklärte deutsche Note. Wer eine offizielle Einstufung braucht, bekommt sie von einer Bewertungsstelle für ausländische Abschlüsse, in Großbritannien etwa von UK ENIC, in den USA von Diensten wie World Education Services (WES). Noten nennen Sie ohnehin nur, wenn sie gut sind; mit jedem Jahr Berufserfahrung werden sie unwichtiger.
Sprachkenntnisse
Geben Sie Sprachniveaus nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen an, auf Englisch CEFR. Europäische und britische Arbeitgeber kennen die Stufen A1 bis C2; für die USA ergänzen Sie ein Wort, das ohne die Skala verständlich ist.
Muttersprache: „native“
verhandlungssicher, fließend: „fluent (C1)“
gute Kenntnisse: „good working knowledge (B2)“
Grundkenntnisse: „basic (A2)“
Schulkenntnisse, etwa Schulfranzösisch: nicht „school French“, sondern das Niveau, etwa „basic (A2)“
Sprachzertifikate wie Cambridge C1 Advanced, IELTS oder TOEFL führen Sie unter Certificates oder Certifications auf.
Lebenslauf auf Englisch übersetzen: typische Fehler
Übersetzungsprogramme liefern brauchbare Sätze, aber sie kennen weder Ihre Branche noch die Konventionen des Ziellands. Am deutlichsten sieht man das am Satzbau: Der deutsche Nominalstil wird wörtlich übertragen, und aus jeder Station wird eine Liste von „responsible for“.
Wörtlich übersetzt
Responsible for the negotiation of framework contracts with suppliers.
Als Ergebnis formuliert
Renegotiated framework agreements with 14 suppliers, cutting material costs by 6%.
Diese Begriffe werden in übersetzten Lebensläufen immer wieder falsch übertragen:
Ausbildung: Als Abschnittsüberschrift ist es „Education“, die Berufsausbildung aber eine „apprenticeship“ oder „vocational training“.
Promotion: „doctorate“, nicht „promotion“.
Chef: „manager“ oder „supervisor“; ein „chef“ ist ein Koch.
Weiterbildung: „professional development“ oder „training“; „further education“ meint in Großbritannien Bildung nach dem 16. Lebensjahr unterhalb der Hochschulebene, etwa an einem College.
Note: „grade“ (USA) oder „mark“ (UK); „note“ ist eine Notiz.
Zeugnis: je nach Dokument „certificate“, „transcript“ oder „reference letter“.
Praktikum: „internship“; ein „practicum“ ist in den USA eine betreute Praxisphase im Studium, etwa im Lehramt.
Lebenslauf auf Englisch: Vorlage und Aufbau
Ein englischer CV folgt fast immer derselben Gliederung, und für fast jeden Abschnitt des deutschen Lebenslaufs gibt es eine feste englische Überschrift:
Im deutschen Lebenslauf
Im englischen CV
Hinweis
Persönliche Daten
keine Überschrift
Name und Kontaktdaten stehen oben, ohne Foto und Geburtsdatum
Kurzprofil
Profile (UK), Summary (USA)
zwei bis vier Sätze
Berufserfahrung
Work Experience, Professional Experience oder Experience
neueste Station zuerst
Ausbildung (Schule, Studium)
Education
neuester Abschluss zuerst
Berufsausbildung
Apprenticeship
unter Work Experience wie im Beispiel oder unter Education
Weiterbildung
Training oder Professional Development
Kenntnisse, EDV-Kenntnisse
Skills, IT Skills
Sprachkenntnisse
Languages
mit CEFR-Stufe
Zertifikate
Certificates oder Certifications
Hobbys
Interests
in Großbritannien, und nur wenn sie etwas über Sie sagen
Berufseinsteiger stellen Education vor Work Experience, alle anderen umgekehrt. Verwenden Sie diese Standardüberschriften statt eigener Formulierungen und speichern Sie den CV als PDF mit auswählbarem Text. Viele Unternehmen lesen Bewerbungen zuerst mit einem Bewerbermanagementsystem ein, und das ordnet Abschnitte über solche Überschriften zu. Mehr dazu im Ratgeber zum ATS-konformen Lebenslauf.
Diesen Aufbau gibt es auch als Vorlage zum Ausfüllen: Lebenslauf-Vorlage auf Englisch als Word-Datei (.docx). Zum Ansehen und Ausdrucken gibt es dieselbe Vorlage als PDF. Sie hat eine Seite, englische Überschriften und Platzhalter in eckigen Klammern, mit Hinweisen auf Deutsch und Beispielen auf Englisch. Öffnen Sie die Datei in Word, LibreOffice oder Google Docs, ersetzen Sie die Platzhalter, löschen Sie Abschnitte, die Sie nicht brauchen, und speichern Sie den fertigen CV als PDF.
Statt eine Datei auszufüllen, können Sie den CV auch in Profilis online bearbeiten und als PDF herunterladen. Die Lebenslauf-Sprache bestimmt dabei, in welcher Sprache Abschnittstitel und PDF erscheinen: Bei einem englischen Lebenslauf sind es englische Überschriften wie im Beispiel oben. Die Basis-Vorlagen sind im kostenlosen Tarif enthalten, und auch dort hat das PDF kein Wasserzeichen.
Bewerbung auf Englisch: was außer dem CV dazugehört
Die Bewerbung heißt auf Englisch „application“, sich bewerben „to apply for a position“. Diese Begriffe brauchen Sie rund um eine englische Bewerbung:
Deutsch
Englisch
Bewerbung
application
Lebenslauf
CV (UK), résumé (USA)
Anschreiben
cover letter
Stellenanzeige
job advertisement (UK), job posting (USA)
Bewerbungsfrist
closing date (UK), application deadline (USA)
Vorstellungsgespräch
interview
Arbeitszeugnis
reference letter; üblicher sind Referenzgeber: referees (UK), references (USA)
Gehaltsvorstellung
salary expectations
Kündigungsfrist
notice period
frühester Eintrittstermin
earliest start date
Auch die Unterlagen sind schlanker als in Deutschland:
CV und Cover Letter. Viele Online-Formulare machen das Anschreiben optional. Schicken Sie trotzdem eines, wenn es erklärt, was der CV allein nicht zeigt, etwa einen Branchenwechsel oder einen Umzug ins Zielland.
Kein Deckblatt, keine Bewerbungsmappe, keine Anlagen. Zeugnisse und Urkunden reichen Sie nur nach, wenn jemand danach fragt, dann als englische Fassung oder mit Übersetzung.
PDF-Dateien mit Ihrem Namen. Etwa „Miriam-Keller-CV.pdf“ und „Miriam-Keller-Cover-Letter.pdf“, ohne Umlaute und Leerzeichen. Im CV selbst schreiben Sie Ihren Namen so wie im Pass, auch mit Umlaut.
Ein Betreff, der alles sagt. Bewerben Sie sich per E-Mail, nennen Sie im Betreff die Stelle, die Kennziffer aus der Anzeige und Ihren Namen: „Application: Strategic Buyer (Ref. 4711) – Miriam Keller“. Die E-Mail selbst bleibt kurz, CV und Cover Letter hängen als PDF an.
Gehalt und Kündigungsfrist nur auf Nachfrage. Gehaltsvorstellung, Kündigungsfrist und frühesten Eintrittstermin nennen Sie nur, wenn die Anzeige danach fragt, dann knapp, etwa „Notice period: three months“.
Die Begriffe der Anzeige. Übernehmen Sie Fachbegriffe so, wie die Anzeige sie verwendet, und zwar in deren Schreibweise. Steht dort „procurement“, schreiben Sie nicht nur „purchasing“.
Die Bewerbungs-E-Mail auf Englisch darf dabei so kurz sein:
Please find attached my CV and cover letter for the Strategic Buyer position (Ref. 4711). I would be glad to discuss the role with you.
Kind regards,
Miriam Keller
+49 89 99998123
Anschreiben auf Englisch: der Cover Letter
Der Cover Letter ist wie das deutsche Anschreiben höchstens eine Seite lang, aber direkter: drei bis vier Absätze, und schon der erste Satz sagt, warum Sie zur Stelle passen. Deutsche Formeln lassen sich nicht übersetzen, ohne steif zu klingen.
Deutsches Anschreiben
Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als Strategische Einkäuferin, die ich auf Ihrer Website gefunden habe.
Cover Letter
Your Strategic Buyer role calls for someone who can keep supply secure across a European supplier base. Since 2022 I have done exactly that for a drive technology manufacturer in Munich.
So könnte Miriams vollständiger Cover Letter aussehen:
Dear Ms Turner,
Your Strategic Buyer role calls for someone who can keep supply secure across a European supplier base. Since 2022 I have done exactly that for Voralpen Antriebstechnik, a drive technology manufacturer in Munich.
In my current role I renegotiated framework agreements with 14 suppliers of castings and forgings, cutting material costs by 6%, and introduced a quarterly supplier scorecard for quality, delivery and price. When a key supplier failed, I qualified second sources in Czechia and Poland.
I came to purchasing through a three-year apprenticeship as an Industrial Management Assistant, followed by a Bachelor's degree in Business Administration. I work in SAP S/4HANA (MM) every day and negotiate with suppliers in English.
I would welcome the chance to discuss how I could support your sourcing team.
Yours sincerely,
Miriam Keller
Anrede: in Großbritannien „Dear Ms Smith,“ ohne Punkt nach Ms, in den USA „Dear Ms. Smith:“ (förmlich) oder „Dear Ms. Smith,“. Kennen Sie keinen Namen, schreiben Sie „Dear Hiring Manager,“; „To whom it may concern“ wirkt veraltet.
Grußformel: in Großbritannien „Yours sincerely,“ nach einer Anrede mit Namen und „Yours faithfully,“ nach „Dear Sir or Madam,“. Nach „Dear Hiring Manager,“ ist „Yours faithfully,“ die förmliche Wahl, „Kind regards,“ die modernere. In den USA genügt „Sincerely,“. In E-Mails passen auch „Kind regards,“ (UK) und „Best regards,“ (USA).
Schluss: Statt „Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich“ schreiben Sie etwa „I would welcome the chance to discuss how I could support your sourcing team.“
Wie Sie ein Anschreiben inhaltlich aufbauen, steht im Ratgeber Anschreiben erstellen. Profilis schreibt das Anschreiben in der Sprache des Lebenslaufs, wenn Sie ihn an eine Stelle anpassen; zu einer englischen Fassung entsteht also ein englischer Cover Letter.
Englischen Lebenslauf mit Profilis erstellen
Mit Profilis kommen Sie auf zwei Wegen zu einem englischen Lebenslauf und passen ihn dann an eine Stelle an. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob Sie schon einen Lebenslauf haben und in welcher Sprache.
Auf Englisch anfangen oder importieren
Wählen Sie beim Start auf der Karte „Neu starten“ unter „Lebenslauf-Sprache“ Englisch. Der Assistent spricht und schreibt dann Englisch; Überschriften und PDF-Export folgen derselben Sprache. Einen vorhandenen englischen CV laden Sie als PDF hoch, dabei erkennt Profilis die Sprache selbst. Oder Sie fügen den Text über „Lebenslauf-Text einfügen“ ein, etwa aus LinkedIn oder Word; stellen Sie vorher auf der Karte „Neu starten“ die Lebenslauf-Sprache auf Englisch.
Einen deutschen Lebenslauf übersetzen
Liegt Ihr Lebenslauf schon auf Deutsch in Profilis, legt „Übersetzen“ im Menü (…) der Lebenslauf-Karte in der Übersicht eine englische Kopie an; das Original bleibt unverändert. Übersetzt werden das Kurzprofil, die Aufzählungspunkte zu Stationen und Abschlüssen und die Studienfächer. Jobtitel, Orte, Kenntnisse, Sprachangaben und Zertifikate übernimmt die Kopie wie im Original; diese passen Sie mit den Tabellen oben selbst an. Hatte Ihr deutscher Lebenslauf kein Kurzprofil, ergänzen Sie in der englischen Fassung eins. Anschließend öffnet sich die Kopie im Editor, und der Assistent wird gebeten, die Übersetzung durchzugehen und alles zu korrigieren, was unnatürlich klingt.
Ein Foto übernimmt die Kopie ebenfalls, und im Editor lässt es sich bisher nur austauschen, nicht entfernen. Hat Ihr deutscher Lebenslauf ein Foto, legen Sie den englischen deshalb besser wie im ersten Schritt neu an.
Die Kopie ist ab dann ein eigenständiger Lebenslauf: Spätere Änderungen am deutschen Original übertragen sich nicht. Weil sie ein zweiter Lebenslauf ist, braucht sie einen freien Platz. Der kostenlose Tarif umfasst einen Lebenslauf, Pro zehn; im kostenlosen Tarif legen Sie Ihren Lebenslauf deshalb am besten gleich auf Englisch an.
An eine englische Stellenanzeige anpassen
Unter „Stellen“ fügen Sie mit „Eigene Stelle hinzufügen“ Stellentitel und Stellenbeschreibung ein, auf Wunsch auch den Link. Profilis vergleicht die Anzeige mit Ihrem Lebenslauf und zeigt, welche Begriffe fehlen. Wenn Sie die Anpassung starten, schreibt der Assistent Kurzprofil und Aufzählungspunkte für diese Stelle um. Das Ergebnis ist eine eigene Kopie für diese Bewerbung, Ihr englischer Lebenslauf bleibt, wie er ist.
Wählen Sie für eine englische Anzeige Ihre englische Fassung als Grundlage. Der Assistent schreibt in der Sprache des Lebenslaufs, nicht in der Sprache der Anzeige.
Häufige Fragen
In Großbritannien, Irland und im übrigen Europa heißt der Lebenslauf CV, kurz für curriculum vitae. In den USA und Kanada sagt man résumé oder einfach resume. Ein CV ist dort der ausführliche akademische Lebenslauf mit Publikationen und Lehre, den man für Stellen in Forschung und Hochschule einreicht.
Im britischen und europäischen Sprachgebrauch ja: Der CV ist der Lebenslauf, den Sie der Bewerbung beilegen. Inhaltlich unterscheidet er sich aber vom deutschen Lebenslauf, denn Foto, Geburtsdatum und Unterschrift fallen weg, dafür kommen ein kurzes Profil und Ergebnisse statt Aufgabenlisten hinzu. In den USA meint CV dagegen den langen akademischen Lebenslauf; für gewöhnliche Stellen schicken Sie dort ein Résumé.
Auf dieser Seite, im Abschnitt „Vorlage und Aufbau“: eine einseitige Vorlage als Word-Datei mit den üblichen englischen Überschriften (Profile, Work Experience, Education, Skills, Languages) und Platzhaltern in eckigen Klammern. Sie füllen die Datei in Word, LibreOffice oder Google Docs aus und speichern den fertigen CV als PDF. Wenn Sie den Lebenslauf lieber online bearbeiten: Profilis hat Basis-Vorlagen im kostenlosen Tarif, der einen Lebenslauf umfasst; das PDF laden Sie ohne Wasserzeichen herunter.
Als Rohfassung ja, als fertigen CV nicht. Ein Übersetzungsprogramm überträgt Wörter, keine Konventionen: Aus der Promotion wird „promotion“, also eine Beförderung, und aus der Abschlussnote 1,8 eine Zahl, die ohne Skala nach einer schwachen Note aussieht. Prüfen Sie danach jeden Jobtitel, jeden Abschluss und jede Note einzeln und formulieren Sie Aufgaben in Ergebnisse um.
Für Bewerbungen in den USA, Großbritannien, Irland, Kanada oder Australien nicht. Arbeitgeber dort wollen keine Angaben sehen, aus denen sich Alter, Herkunft oder Geschlecht ablesen lassen; eine Bewerbung mit Foto kann deshalb sogar aussortiert werden. Bewerben Sie sich auf Englisch bei einem Unternehmen in Deutschland, ist das Foto freiwillig.
Ein amerikanisches Résumé hat in der Regel eine Seite, mit vielen Jahren Berufserfahrung zwei. Ein britischer CV darf bis zu zwei Seiten lang sein. Mehr lohnt sich nur bei einem akademischen CV mit Publikationsliste.
Schreiben Sie den deutschen Begriff mit einer kurzen Erklärung, etwa „Abitur (general higher education entrance qualification)“, und nennen Sie Noten immer mit Skala: „Final grade: 1.8 (German scale: 1.0 = best, 4.0 = lowest pass)“. Rechnen Sie nicht selbst in einen amerikanischen GPA um, dafür gibt es keine allgemein gültige Formel. Mit abgeschlossenem Studium lassen Sie das Abitur meist ganz weg.
Eine englische Bewerbung besteht meist nur aus CV und Cover Letter, ohne Deckblatt und ohne Zeugnisse. Der CV verzichtet auf Foto und persönliche Daten und zeigt Ergebnisse statt Aufgaben; der Cover Letter ist höchstens eine Seite lang und sagt schon im ersten Satz, warum Sie zur Stelle passen. Schicken Sie beides als PDF, per E-Mail mit einem Betreff wie „Application: Strategic Buyer (Ref. 4711) – Miriam Keller“. Gehaltsvorstellung und Kündigungsfrist nennen Sie nur, wenn die Anzeige danach fragt.